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Keine Lust auf Gruppenarbeiten?

von Lydia Rufer

Studierende mit Nutzenverweisen für Gruppenarbeiten motivieren

Viele Gruppenarbeiten scheitern daran, dass die Studierenden nicht wissen, welchen Nutzen sie von einer Mitarbeit haben und wie die Ergebnisse ihrer Arbeit weiterverwendet werden. Darum ist wichtig, dass die Studierenden wissen, dass sie bei Gruppenarbeiten für sich selber arbeiten und nicht für die Dozentin/den Dozenten.

Machen Sie also den Studierenden vor einer Gruppenarbeit deutlich, welchen Nutzen eine aktive Mitarbeit für sie hat.

Typische positive Effekte von Gruppenarbeit für Studierende sind:

  • Mehr Handlungssicherheit durch Üben
  • Mehr Sicherheit in der Praxis durch Umsetzung von bisher nur theoretisch Erlerntem
  • Bessere Einschätzung der eigenen Kompetenz durch Feedback von anderen
  • Wissenslücken aufdecken und schliessen
  • Gelerntes durch Wiederholung oder Anwendung festigen
  • Schlüsselkompetenzen wie Arbeiten im Team, Problemlösekompetenz etc. aufbauen
  • Vorkenntnisse und Kompetenzen erheben und so teilnehmerInnengerechte Lehre ermöglichen
  • Neues erproben
  • Durch Umsetzung sicherstellen, dass man etwas „kann“

Wichtig ist nicht nur die Ankündigung des Nutzens, sondern auch, den Studierenden im Anschluss an eine Gruppenarbeit ganz konkret zu verdeutlichen, was sie durch ihre Arbeit gelernt bzw. erworben haben („jetzt wissen Sie, dass Sie das Vorgehen verstanden haben und umsetzen können“).

Und wichtig ist, dass die Ergebnisse im weiteren Verlauf des Lernprozesses weiterverwendet werden bzw. dass Sie auf diese zurückgreifen. Weidenmann bringt den Grundgedanken der Motivation zu Gruppenarbeiten auf den Punkt: „Man tut etwas gern, wenn man einen Sinn darin erkennt“ (18).

Damit die Studierenden sich aktiv beteiligen können, benötigen sie nun nur noch die zehn Gestaltungselemente für Erfolg versprechende Gruppenarbeiten (s. Didaktipp "Gelingende kooperative Lernszenarien").
 

Literatur:

Weidenmann, Bernd (2008). Handbuch Active Training. Die besten Methoden für lebendige Seminare. Weinheim und Basel: Beltz. 2. Auflage