...

Wissens-Fussball

von Lydia Rufer

Sie können Studierende Zahlen, Daten und Fakten auch einmal spielerisch repetieren lassen

Wissens-Fussball ist sportlich aufbereitete Form der Repetition und des Assessments. Die Methode funktioniert folgendermassen:

  1. Ein Fussballfeld mit einigen darauf geklebten bzw. gezeichneten Punkten wird aufgehängt bzw. auf den Tisch gelegt. Sie können auch ein Fussballfeld auf ein Flipchart zeichnen, an die Tafel malen o.Ä. Die Gruppe wird in zwei Mannschaften aufgeteilt. Der Ball wird auf den Mittelpunkt gelegt (bzw. mit Kreppband angeklebt).
     
  2. Die Spielzeit wird angegeben. Am besten haben Sie eine grosse Uhr im Raum, damit jede/r die Zeit sehen kann. Spielen Sie nicht zu lange, damit es spannend bleibt (15-20 Minuten).
     
  3. Die Lehrperson stellt Fragen. Wer die Antwort weiss, ruft sie. Wenn sie stimmt, erhält die Gruppe der antwortenden Person einen Punkt: der Ball wird auf den nächsten Punkt in Richtung des Tors der gegnerischen Gruppe gesetzt.
     
  4. Ein Tor gibt es dann, wenn eine Mannschaft eine richtige Antwort vom letzten Punkt vor dem gegnerischen Tor gegeben hat.
     
  5. Ggf. eine Auswertungsrunde anschliessen und den Studierenden Feedback geben.

Varianten:

  • Wissens-Fussball mit Penalty: bei drei falschen Antworten einer Gruppe zur gleichen Frage kann diese Frage als „Penalty-Frage“ an die gegnerische Gruppe gegeben werden. Wenn jemand die richtige Antwort gibt, gibt es ein Tor. Wenn nicht, geht das Spiel vom Mittelpunkt aus weiter.
  • Wissens-Fussball für Grossgruppen: mehrere Mannschaften gleichzeitig gegeneinander antreten lassen. Das braucht so viele Fussballfelder wie Gruppen und jeweils einen studentischen Schiedsrichter (Fragensteller).

Wissens-Fussball ist ungewöhnlich. Aber es spricht Einiges dafür:

  1. Manches müssen Studierende etwas einfach wissen. Sie können ihnen mit der folgenden Methode helfen, motivierter zu lernen.
  2. Manchmal müssen Sie wissen, was die Studierenden wissen. Damit können Sie sich mit dieser Methode auch selber helfen.
  3. Und manchmal können Studierende nicht mehr an einem Platz sitzen (z.B. bei Blockveranstaltungen). Dann braucht es eine räumliche Veränderung.

Literatur (Inspirationsquelle):

Ammann, Jürg (2012). Und immer wieder Fussball. In: Rachow, Axel und Sauer, Johannes (Hrsg.): Spielbar Swiss Edition. 49 Schweizer Trainer präsentieren 62 Top-Spiele aus ihrer Seminarpraxis. Bonn: managerSeminare Verlags GmbH. S. 81f

Weidenmann, Bernd (2006). Handbuch active Training. Die besten Methoden für lebendige Seminare. Weinheim/Basel: Beltz