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Die Fishbowl-Methode

von Patricia Tremel

Inhalte diskutieren, Lösungen finden oder Ergebnisse austauschen: Die Fishbowl-Methode macht's möglich

Die Fishbowl-Methode (auch Aquarium genannt) dient dem Austausch und der Diskussion zu einem Thema oder von Ergebnissen, die zuvor in einer Gruppenarbeit entstanden sind. In einem "Innenkreis" trifft sich in kleine (Diskussions-)Gruppe aus "Abgeordneten" aus dem Plenum, die exemplarisch für die Mitlgieder im Aussenkreis ein Thema erörtert oder diskutiert. Im "Aussenkreis" sammelt sich das Plenum und nimmt eine Zuhörer-/Beobachterrolle ein.

Vorgehensweise:

  • Der Innenkreis formiert sich mit maximal sieben Personen, die aus den Gruppen oder dem Plenum entsendet werden.
  • Die übrigen Personen nehmen um den Innenkreis herum Platz.
  • Beiden Gruppen (innen und aussen) wird ihre Aufgaben kommuniziert (z.B. Vorgehensweise bei der Diskussion im Innenkreis, Beobachtungsauftrag im Aussenkreis).
  • Das Gespräch im Innenkreis dauert 15 bis 20 Minuten. Ergebnisse werden gesammelt und strukturiert oder eine Fragestellung wird kritisch diskutiert und erörtert, die zuvor in den Gruppen erarbeitet wurde. So kann ein gemeinsames Ergebniss der Gruppen erarbeitet werden.

Optionen der Methode:

  • Personen aus dem Innenkreis können von Personen aus dem Aussenkreis ersetzt werden, indem sie die Plätze tauschen. Grundsätzlich können die Mitglieder des Aussenkreises sich auch einbringen, z.B. vorübergehend auf einem freien Stuhl im Innenkreis. Im Vorfeld sollte geklärt werden, wie mit Wortmeldungen aus dem Aussenkreis umgegangen wird.
  • Ggf. sollte ein/e Moderator/in festgelegt werden, der/die das Gespräch leitet.

Vorteile der Methode:

  • Gruppenergebnisse werden systematisch und gemeinsam weiter bearbeitet.
  • Es ergibt sich eine positive Dynamik innerhalb des Gesprächs, da es nicht das klassische Plenums-Setting ist, sondern vielmehr eine Art "geschützter Rahmen".
  • Es werden soziale, nicht fachliche Kompetenzen gefördert: Diskussionsfähigkeit, Synthesearbeit oder Moderationskompetenzen.

Quelle:

Mattes, Wolfgang: Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Paderborn 2002, S. 54.

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