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Screencasts

von David Graf & Adrian Lundberg

Mit einfacher Software kurze Videos für die Lehre produzieren

Konzepte wie «Blended Learning» oder «Flipped Classroom» können ihre positiven Aspekte erst richtig ausschöpfen, wenn Studierenden sinnvolle digitale Lernmaterialien angeboten werden. Lehr-/Lernvideos, die nach der Methode der Screencasts aufgezeichnet wurden, können als solche Lernmaterialien dienen.

Ein «Screencast» ist nichts anderes als eine Bildschirmaufzeichnung: Mit Hilfe eines sogenannten «Screen Recorders» (z.B. Camtasia, Screencast-O-Matic*) werden die Vorgänge auf dem eigenen Bildschirm aufgezeichnet. Indem synchron oder im Anschluss eine Audiospur aufgezeichnet wird (hier empfiehlt sich die Verwendung eines externen Mikrophons), entsteht einfach und schnell ein Video.

Dozierende können so Teile einer Vorlesung oder eines Referats gezielt vorbereiten und in Ruhe aufzeichnen. Die Lernenden können diese Screencasts auf ihren Endgeräten jederzeit stoppen, wenn gewünscht zurückspulen und wieder abspielen. Im Sinne des selbstgesteuerten Lernens kann dadurch mit der passenden Intensität und Geschwindigkeit gelernt und gearbeitet werden.

Neben der Erstellung von solchen, auf Präsentationsfolien basierenden Lehr-/Lernfilmen sind auch andere Formen von Screencasts denkbar:

  • Video-Tutorials für Programme, Apps oder online Anwendungen
  • Erklärung oder Darstellung von Prozessen
  • Mit Hinweisen kommentierte Filme

Tipp: Ergänzende spezifische Bearbeitungsaufträge lösen zielführendere Lernprozesse bei den Studierenden aus.

Anlässlich der «Swiss Maker Week» an der Universität Bern können Lehrende sich eine Woche auf das Thema einlassen und eigene Szenarien und Inhalte unter fachlicher Anleitung erstellen.

*Kostenlose Werkzeuge:

Camtasia

Screencas-O-Matic